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PRESSESPIEGEL
Philipp Winter
Vom Tontechniker zum Reggae-Produzenten

Prinz • März 2010
music support group, dorian gray studios, PMC
Nein, Arbeitszeiten wie im Büro sind Tontechniker Philipp Winter fremd. "Vor zehn Uhr abends ist selten mit einem Musiker etwas anzufangen, und unter zehn Stunden Arbeit am Stück geht es auch kaum", sagt der 29-jährige, der sich dennoch keinen schöneren Beruf vorstellen kann.
Pro Jahr mischt er neben Studioaufnahmen rund 50 Livekonzerte weltweit, arbeitet unter anderem für den Reggae-Sänger Jahcoustix und das Jazzquartett Quadro Nuevo und bringt unter dem Künstlernamen Umberto Echo Reggae-Remix-Alben heraus. Seine Ausbildung absolvierte der Münchner bei der Deutschen POP.

Akademie Deutsche Pop/Music Support Group

Die Talentschmiede bietet in den Fachbereichen Musik, Ton, Management, Kommunikation, Design und Bild 38 spannende und abwechslungsreiche Praxis-Ausbildungsgänge an. Darunter Singer/Songwriter/-in, Tonmeister/-in, Event- und Musikmanager/-in, Synchronsprecher/-in, TV-Moderator/-in, Grafikdesigner/-in oder Kameramann/-frau. In allen Ausbildungsgängen gleich: die hochprofessionelle, effiziente und praxisnahe Lehrmethode der Akademie Deutsche Pop. Neuestes Equipment, erfahrene Dozenten und eine gute Mischung aus Theorie und Praxis sorgen für optimale Lerneffekte.
Neben den Gruppenkursen bietet die Akademie Deutsche Pop insgesamt 41 kombinierbare Einzelkurse und viele Zusatzqualifikationen an, die das Vorankommen im Berufsleben weiter erleichtern.



Musiker war gestern

Tools4music • Februar/März 2010
music support group, dorian gray studios, PMC
Veranstalter, Booker und Medienprofi, Teil 2

Rückblende – in der vorangegangenen tools 4 music-Ausgabe stellten wir an dieser Stelle die Berliner Band "Bassa" vor. Neben dem eigentlichen Job als Musiker kümmern sie sich in Eigenregie um Marketing, Booking, Tourplanung und die Produktion von Audio- und Videoproduktionen.

Im zweiten Teil dieser Real-Life-Story geht es um den Feinschliff der November diesen Jahres vorgestellten CD "Berlin Tango" sowie um Themen wie die "Labelsuche" und die "Live-Umsetzung" des Repertoires der Berliner Band. Für (online)-Abonnenten steht der erste Teil der Story auf www.tools4music.de kostenlos zum Download.

Editing und Mix
Unser Produzent Phillip Winter machte sich in der Folgezeit an den Mix der Produktion. In regelmäßigen Abständen sollte er uns die Ergebnisse seiner Arbeit im Stereomix via FTP-Server zum Download zur Verfügung. Der größte Teil der Editierarbeit fand bereits direkt bei der Aufnahmesession statt, sodass nur noch Kleinigkeiten wie saubere Crossfades oder kleine Spurbereinigungen durchgeführt werden mussten. Wie im ersten Teil des Artikels bereits erwähnt, haben wir alle Stücke gemeinsam live und ohne Klick eingespielt. Auf ein minutiöses Timing-Editing, wie von Rock/Pop-Produktionen gewohnt, wurde bewusst verzichtet. Der Bass bekam bereits bei der Aufnahme mit dem Avalon Preamp eine leichte Komprimierung, sodass sich eine weitere Dynamikbearbeitung erübrigte. Da es uns sehr wichtig war, dass die Spieldynamik größtenteils erhalten blieb, wurde im Mix auf jede weitere Kompression der Signale verzichtet. Nach ausgiebigem Gegenhören der Stereo-Mix-Versionen gaben wir Phillip Winter er Telefon oder Mail unsere Anmerkungen.
Nachdem sich abzeichnete, dass sich seine eigentliche Arbeit dem Ende näherte, setzten wir uns mit unserem Mastering-Ingenieur Dieter Pimiskern, der uns von Phillip Winter empfohlen wurde, in Verbindung, um den Termin zu vereinbaren. Auch dieser Produktionsschritt sollte im hauseigenen Mastering-Studio des Dorian Grey Studios durchgeführt werden. Nachdem der Termin feststand, buchte ich einen Flug nach München. Ich wollte unbedingt dabei sein und in Fragen der Dynamik "gehört" werden.

Mastering
Angekommen in München lernte ich im Studio Dieter Pimiskern kennen. So ein Erstkontakt ist spannend, denn schließlich geht es um einen ganz wesentlichen Schritt in der Produktion. Aber ich konnte mich bei einem entspannenden Kaffee auf dem Ledersofa beruhigt zurücklehnen, denn was ich zu hören bekam, entsprach schon sehr genau meinen Vorstellungen. Es war wirklich ein Audiogenuss, unsere Produktion über die imposanten PMC IB-2 Monitore zu hören und mit jeder kleinen Änderung, die Dieter vornahm, mehr Gefallen daran zu finden. Nach zwei Tagen Mastering hielt ich das Endprodukt in meinen Händen. Ich wohnte übrigens wieder bei der netten Familie aus dem ersten Teil dieser "Making Of"-Story, deren Kontakt zur Band sich während der Studioproduktion zu einer Freundschaft entwickelte.

Labelsuche
Mit dem Master in der Hand folgte nun harte Akquisearbeit. Interessant für uns waren Label, die sich stilistisch rund um Jazz und Weltmusik bewegten. Ein weiteres Kriterium für uns stellte die regionale Nähe dar, denn der persönliche Kontakt zu einem zukünftigen Geschäftspartner sollte ohne großen Reiseaufwand möglich sein.
Zunächst erstellten wir mit unserem Grafikdesigner Axel Becker (fortytwo grafik design) eine "Bewerbungsmappe", die eine Bandbio, einen Tourplan der bereits gebuchten Konzerte und eine Technikliste (Rider) enthielt. Sie sollte beim Öffnen der Post sofort auffallen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Da diese aufwendigen Mappen nicht im Papierkorb landen sollten, riefen wir bei uns interessanten Labels an und fragten nach, ob überhaupt Kapazitäten für eine neue Veröffentlichung vorhanden wären.
Zwei Wochen später telefonierten wir erneut – das Ergebnis brachte Ernüchterung. Bis auf ein Label hatte noch keines der angeschriebenen überhaupt in die Mappen hineingeschaut. Und auch nach acht Wochen waren keine wirklichen Erfolge zu verzeichnen. Ein Label hatte uns zumindest zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Hier gab man uns schnell zu verstehen, dass der Markt für Musik-CDs kein Geld mehr zu verdienen sei. Nach gut drei Monaten standen wir kurz davor, die Suche aufzugeben. Aber dann waren die Bemühungen doch noch von Erfolg gekrönt. Während wir noch nach einem Booker suchten, wurde Basti Hofmann vom Label "Flowfish" auf uns aufmerksam. Nach einigen Gesprächen über die Vertragsgestaltung und zunehmender, gegenseitiger Sympathie hatten wir endlich ein Label. Für alle, die den beschriebenen Weg in Eigenregie gehen, ist also Geduld in Kombination mit einer gehörigen Portion Glück unabdingbar.

Pressung und Veröffentlichung
Was zur endgültigen Veröffentlichung noch fehlte, waren ein Layout für Cover und Booklet sowie die Textinhalte. Mit dem Entschluss, die CD als Digipack zu gestalten, wurde es notwendig, aktuelle Fotos anzufertigen. Alles musste plötzlich unter extremem Zeitdruck geschehen, da der VÖ-Plan vorsah, die CD im September 2009 in den Handel zu bringen. Nachdem die Fotos fertig, die Textinhalte zusammengetragen und übersetzt waren, übernahm unser Grafikdesigner Axel Becker von "forty-two" die grafische Gestaltung. Das Label widmete sich der Koordination mit dem Presswerk, der GEMA-Abwicklung und den Verhandlungen mit dem Vertrieb "Broken Silence". Geplant war zunächst die Veröffentlichung in Deutschland, Österreich un der Schweiz. Da unser Konzertbooking sich bereits auf das europäische Umland ausgeweitet hatte, entschloss sich der Vertrieb, den Verkauf unserer CDs auf Europa auszuweiten. Neben den herkömmlichen Vertriebswegen kümmerte sich der Vertrieb auch um die Anmeldung bei diversen Download-Anbietern (beispielsweise iTunes).

Aber der wichtigste Teil in Bezug auf die Veröffentlichung, nämlich die Pressearbeit, kam erst noch auf uns zu: Artikel, Rezensionen, Interviews und natürlich eine Release Promotion Tour mussten geplant werden. Hier kam nun die eigentliche Labelarbeit zum Zug. Dass ein Label bereits Ansprechpartner bei Radiosendern und Presse besitzt, erwies sich als unschätzbarer Vorteil. Im Hessischen Rundfunk wurde unsere Produktion zur "CD der Woche" gewählt. Weitere Rezensionen und Artikel folgten.

In der Planung sollte die Release Tour 14 Tage dauern und mit einem Konzert im Berliner Admiralspalast enden. Die Reputation des Veranstaltungsortes und das Ambiente des Saals 101 hatten uns sofort überzeugt. Nicht unerwähnt bleiben soll die tatkräftige Unterstützung von einigen Helfern und Sponsoren – ohne ihre Mithilfe wäre dieser Kraftakt nicht erfolgreich zu meistern gewesen. Großer Dank gilt beispielsweise der Firma Tausche, die sehr geschmackvolle Taschen in Kleinauflagen mit individuellen Designs herstellt und die Release Tour finanziell unterstützte. Ein Kontakt, der "Früchte" trägt, denn in Kürze wird es ein eigenes Taschendesign für unsere Band geben.

Live-Umsetzung
Nach etlichen Enttäuschungen bezüglich der Beschallungsanlagen in Clubs bzw. dem Mix und der Mikrofonierung, entschieden wir uns, eine eigene P.A.-Anlage anzuschaffen. Die Anlage sollte klein, leicht und transportabel sein und wenn möglich auch für größere Events genügend Reserven bieten. Da ich mich seit Jahren als Musiker auf eine kleine Firma namens Sieben Audio Design verließ und mit dem Service sehr zufrieden war, entschieden wir uns, P.A.-Boxen von diesem Hersteller bauen zu lassen. Um bei kompakter Bauweise eine möglichst große Tragweite zu erreichen, besteht die Anlage aus zwei Doppel 6,5-Zoll-Lautsprechern in D’Appolito-Anordnung. Diese werden zurzeit noch mit einer Yamaha P-4500 Endstufe durch zwei kleine 1 x 12-Zoll-Bandpass Subwoofer ergänzt.
Die Endstufe soll aber in absehbarer Zeit durch ein 4-Kanal-Modell mit Aktivfrequenzweiche ersetzt werden. Die passiven Frequenzweichen für Hoch-/Tiefpass befinden sich jeweils in den Bässen. Das gesamte Lautsprechersystem kostet rund 1.600 Euro, was für ein Produkt in dieser Qualität als preisgünstig einzustufen ist. Als Mischpult dient ein Allen & Heath WZ 16:2 DX in Kombination mit einem dbx 2231 EQ und einem tc electronic "M-One XL" für Halleffekte. Als Mikrofonierung kommt ein Beyerdynamic MCE- 10 mit einem Spezialhalter für die Geige zum Einsatz, ein AKG ML-519 für die Bassklarinette sowie ein Neumann KM-184 für die B-Klarinette. Die Gitarre wird von einem AKG C-451 B in Verbindung mit einem Schertler "Unico" verstärkt. In akustisch schwierigen Räumlichkeiten verwenden wir ein Audio Technica AT-831 Lavalier Mikro mit Spezialhalterung für die Gitarre. Der E-Bass wird über einen "Gp-Lightstone Twister" Tube Preamp direkt mit dem Pult verbunden. Der E-Bass wird über den genannten Preamp mit einem Hevos "Midget" 10-Zoll-Combo und ggf. mit einer 1 x 10-Zoll-Zusatzbox für den Bühnensound verstärkt.
Zur Mikrofonierung der Perkussion verwenden wir eine Shure "Beta 91" Grenzfläche (Cajon), ein Neumann KM-184 (Tabla) und ein beyerdynamic "Opus 62" (Tombak). Jeder Musiker hat einen eigenen Aktivmonitor, auf dem er sein per Splitter aus dem Signalweg abgezweigtes Signal in der Lautstärke regeln und dann zusätzlich vom Mischpult ein weiteres Signal nach Bedarf zumischen kann.
Eine In-ear-Monitoring-Lösung wäre vielleicht denkbar, jedoch kann erfahrungsgemäß die reale akustische Wahrnehmung zumindest für unsere Bandsituation nicht ansatzweise reproduziert werden.

Mit diesem Setup können wir den Großteil der Konzerte spielen. Selbst wenn eine P.A.-Anlage vor Ort ist, verwenden wir meistens unser eigenes Equipment, denn damit ist "unser Sound" verlässlich reproduzierbar. Wir wissen dann einfach, wie wir klingen und die Resonanz des Publikums bestätigt unseren positiven Eindruck. Im Prinzip gibt es nach mittlerweile mehr als 100 gespielten Konzerten mit diesem Setup am jeweiligen Aufführungsort nurnoch kleinere Anpassungen mit dem Summen-EQ vorzunehmen. Die Reproduzierbarkeit des Sounds vereinfacht auch den Gesamtmix – ein wichtiges Argument, denn der Mix erfolgt dirket von der Bühne ohne separaten F. o.H-Techniker.



MUSIC SUPPORT GROUP

Songs wanted • Februar 2010
music support group, dorian gray studios, PMC
Rüdiger Veith (geb. am 15. Juli 1969 in Bayreuth)

Seit 25 Jahren ist Rüdiger J. Veith im Musikbusiness tätig. Vor sechzehn Jahren gründete er die Firma music support group (msg), die mittlerweile zu einem Fullservice-Unternehmen für Musik und Medien angewachsen ist.

Vor 20 Jahren richtete er die Dorian Gray Tonstudios ein, die heutzutage immer noch einen wichtigen Pfeiler seiner Firmengruppe darstellen. Hinzugekommen ist im Laufe der Jahre auch die Akademie Deutsche POP, welche Ausbildungsgänge in den Bereichen Musik, Ton, Management, Kommunikation, Design und Bild anbietet, die ihre Studenten praxisnah in den Einstieg in das Musik- und Mediengeschäft vorbereitet. Seit 2009 betreibt die music support group zudem die staatlich anerkannte Hochschule der populären Künste FH, kurz hdpk.

Angefeuert von seinem Ziel Berufsgitarrist zu werden, widmete Veith als Jugendlicher seine Freizeit hauptsächlich dem Gitarrespielen, und das schon während seiner Zeit am Gymnasium – teils übte er bis zu zwölf Stunden am Tag. Die Mühen haben sich geloht: mit 19 Jahren erhielt er das Angebot, an einem US-College zu unterrichten. Aber Veith entschied sich anders. Er zog es vor, sein derzeitiges Bandprojekt voran zu treiben und begann in dieser Phase - seiner Pionierphase, wie er es selbst nennt - Unterricht für Musiker, Workshops für Bands und Business-Seminare anzubieten. In dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit Klang und Ton, beriet als Gitarrist die Firma Exef Electronics bei der Produktentwicklung und präsentierte die Geräte einige Jahre lang auch auf der Frankfurter Musikmesse.

1990 gründete Veith die Dorian Gray Studios mit Sitz in Eichenau bei München. Als ein Toningenieur bei einer Produktion ausfiel, wurde er ins kalte Wasser geworfen, als er erstmals mit einer jungen Band eine Produktion durchführte. Mittlerweile hat er selbst über 300 CDs produziert. Schnell machte sich das Studio einen Namen und entwickelte sich zur gefragten Adresse für Filmmusikaufnahmen und Imagewerbung, u.a. für Bertelsmann oder für Produktionen mit Bro’Sis oder den No Angels. Als vielseitiger Musiker und Geschäftsmann gründete er 1994 schließlich auch seinen eigenen Musikverlag Exit4 und sein eigenes Label msg-records.

1994 ist auch das offizielle Gründungsjahr der music support group, die Dachfirma seiner Unternehmensgruppe. Ein Jahr später eröffnete Rüdiger J. Veith den Münchner Instrumentenladen "Music Store". 1998 eröffnete er eine Schulungsstätte für Berufe im Bereich Tontechnik, Verlag, Label, GEMA/GvL, Komposition und Produzentenwesen und begann auch als Dozent für die Musikindustrie, Musikerinitiativen und -vereine tätig zu werden.

2003 entstand der Neubau der msg-Firmenzentrale und des Studiokomplexes in Eichenau. Zwei Jahre später gründete Veith das CD- und DVD-Presswerk "MastersHome" und weitere zwei Jahre später das Medienmagazin "music supporter". Mittlerweile hat die msg neben der Zentrale in Eichenau Standorte in München. Köln. Berlin und Hamburg und zählt rund 250 feste und freie Mitarbeiter.

Seit 2009 ist die music support group Gesellschafterin der Hochschule der populären Künste FH und bietet die Bachelor-Studiengänge Medienmanagement (Bachelor of Arts), Mediendesign (Bachelor of Arts) und Ton- und Musikproduktion (Bachelor of Music) an.

Aber damit nicht genug: Rüdiger J. Veith bleibt auf Expansionskurs: "Unser Ziel ist es, die bestehenden Standorte zu stärken und dort auch die Hochschule zu etablieren. 2011 wollen wir Standorte in Osterreich und der Schweiz aufbauen."

Zu seinem über die Jahre anhaltenden Erfolg sagt Rüdiger J. Veith abschließend: "Zum Erfolg gehört Fleiß, Engagement und Leidenschaft. Ich würde es als das Glück des Tüchtigen bezeichnen."

Ellie Weinert



Bachelor of Music

Professional Audio • Februar 2010
music support group, dorian gray studios, PMC
Bereits vor rund einem Jahr sinnierte Rüdiger Veith, Geschäftsführer der Music Support Group (msg), im Interview zum neuen Standort Berlin (Ausgabe 2/2009) über die Pläne der Gründung einer anerkannten Hochschule für musik- und medienbezogene Berufe. Gesagt, getan: Die offizielle Zulassung wurde im September erteilt und mittlerweile ist alles weiter in die Wege geleitet, um zum Sommersemester 2010 den Studienbetrieb der frisch ins Leben gerufenen Hochschule der populären Künste (hdpk) aufzunehmen. Die msg erweitert damit das hauseigene Bildungsangebot der Deutschen Pop Akademie um eine staatlich anerkannte Fachhochschule, die mit den drei Bachelor-Studiengängen Mediendesign und -management sowie Ton- und Musikproduktion beginnt. Erklärtes Ziel der Gründer ist es, eine künstlerische Ausbildung mit dem Einsatz moderner Produktionsmittel zu verbinden und bei den Studierenden systemische und instrumentale Kompetenzen zu entwickeln und zu fordern. Die zeitgemäße Philosophie der Hochschule geht aber noch einen Schritt weiter und sieht die hdpk, dem Ideal der Sokratik folgend, als Ort der Selbsterkenntnis, der Formulierung guter Ideen und des Gesprächs. Es soll eben nicht nur fachliches Wissen vermittelt, sondern insgesamt die Grundlagen für lebenslanges Lernen gelegt werden. "Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz" erklärt uns der Gründungsrektor Prof. Ulrich Wünsch zum Konzept der neuen Hochschule und fährt fort: "Was der deutsche Gelehrte Wilhelm von Humbold bereits im vorletzten Jahrhundert gefordert hat, ist schon nicht schlecht. Diesen Ansatz verbinden wir mit einem praxisorientierten Blick auf die Industrie und die tatsächlichen Arbeitsmarktbedingungen sowie eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Wichtig ist uns dabei aber immer der Blick über engeren fachlichen Grenzen hinaus. "Dem Wesen der Fachhochschule entsprechend ist die hdpk berufsnah und praxisorientiert. Dabei vermitteln die Lehrkräfte, aus der Berufspraxis kommend, den Studenten nicht nur das nötige Fachwissen, sondern auch wichtige Softskills und Schlüsselqualifikationen wie unerlässliche Sprachkenntnisse, um die Studenten auf den globalen Arbeitsmarkt vorzubereiten. "Man kann differenzieren zwischen Fähigkeiten und Wissen" erklärt uns Wünsch. "Beides muss natürlich auf fachlicher Ebene vermittelt werden. Das ist Teil jedes Studiums. Aber auch die Ausprägung wichtiger Softskills wie beispielsweise Teamfähigkeit kommen nicht zu kurz. Zusätzlich bekommen die Studenten an der hdpk aber auch ein allgemein wissenschaftliches Rüstzeug an die Hand. Sie lernen zu lernen, recherchieren und einen fachlichen Sachverhalt systematisch und wissenschaftlich nach bestimmten Methoden anzusehen."

Studiengebühren im Mittelfeld

Die drei 36-monatigen Studiengänge der hdpk sollen der fachlichen und methodischen Ausbildung zum Mediendesigner, -manager und Musikproduzenten dienen. Da es sich um eine private Hochschule handelt, belaufen sich die reinen Studiengebühren auf 549 Euro im Monat, beziehungsweise 3.195 Euro pro Semester oder 17.990 Euro für die gesamten drei Jahre. Außerdem wird eine einmalige Anmeldegebühr von 200 Euro fällig. Laut private-hochschuien24.de liegen die Studiengebühren deutscher Privathochschulen zwischen 1.500 und 5.000 Euro pro Semester. Prof. Dr. Wolfram Hahn vom Verband der privaten Hochschulen e.V. bestätigt: "Die Einschätzung der durchschnittlichen Studiengebühren ist realistisch, wobei der obere wie der untere Wert eher die Ausnahme bilden. Die Mehrzahl der privaten Hochschulen erhebt Studiengebühren in Hohe von 2.500 bis 3.500 Euro pro Semester." Damit liegt die hdpk im oberen Mittelfeld. Mittlerweile fordern aber auch viele staatliche Hochschulen - je nach Bundesland - Studiengebühren zwischen100 und 500 Euro pro Semester. Teils ist dann zusätzlich noch der Semesterbeitrag in Hohe von 40 bis rund 250 Euro (je nach Hochschule) fällig. Außerdem werden die Studienbedingungen aufgrund überlaufener Hörsäle und schlechter Ausstattung von vielen Studenten oftmals als unzureichend beschrieben. Gründe, warum private Institutionen im Bildungswesen zunehmend bessere Karten haben. Das trifft möglicherweise auch auf deren Studierende zu, die bei besseren Konditionen in kleinen Lerngruppen eine wesentlich intensivere Betreuung erfahren und am Ende zwar um einige tausend Euro ärmer, aber dafür auch um eine fundierte und hochwertige Ausbildung reicher sind. Außerdem ist bei guten Rahmenbedingungen die Regelstudienzeit ohne größere Probleme einzuhalten. Hingegen schlechte Karten haben auf den ersten Blick diejenigen, die von zu Hause aus keine Unterstützung bekommen und sich nur mit Nebenjobs, BAföG, Studienkredit oder einem der seltenen Stipendien über Wasser halten können. Bleibt die Frage zustellen, ob bei immer schlechter werdenden Studienbedingungen an vielen staatlichen Hochschulen gerade diesen Studenten nicht ein klar abgestecktes, privates Hochschulstudium über drei Jahre am Ende mehr bringt, als ein staatliches Studium über 13 Semester. Schön wäre es da, wenn der humboldtsche Ansatz, der im Ideal eine hohe dreiteilige Grundbildung (Grundschule, Gymnasium, Universität) für jeden vorsieht, realisiert wurde. Das bleibt aber wohl weiterhin eine erstrebenswerte, aber kaum umsetzbare Utopie.

Aller guten Dinge sind drei

Keine Utopie hingegen sind die drei Studiengänge der hdpk, wovon uns neben der Ausbildung zum Mediendesigner und -manager natürlich der zum Musikproduzenten am meisten interessiert. Aber der Reihe nach: Beim Studiengang Mediendesign- und -management gibt es insgesamt zwölf sogenannter Module, wovon fünf Schlüsselqualifikationen (Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, English for Business, Intercultural Management, Medienrecht und -Ethik und Meditation) identisch sind. Beim Managementstudiengang gibt es außerdem die fachspezifischen Module Produktion, Informationstechnik, Text, Moderation und Redaktion, Medien und Designgeschichte, Cross Media und schlussendlich die Bachelorthesis (Abschlussarbeit).
Etwas anders sieht das logischerweise beim Mediendesign aus: Anstatt Produktion steht hier die Gestaltung an oberster Stelle. Außerdem befindet sich Corporate Design anstatt Informationstechnik auf dem Plan. Des weiteren ist die Gewichtung der einzelnen Module den Berufsbildern angepasst, indem sich die Vergabe der insgesamt 180 Credit Points für den Bachelor-Abschluss unterscheiden.
Der Medienmanager soll schließlich kreative Ideen in wirtschaftlich lohnende Bahnen lenken und ist im Wesentlichen verantwortlich für Konzeption, Produktion und Vermarktung von Medienerzeugnissen. Der Mediendesigner (Foto und Print) hingegen soll klassische Gestaltungsprinzipien mit moderner Medientechnik verbinden. Sein Ziel ist es dabei die gelungene Kommunikation mit einem gewünschten Empfängerkreis.
Zu beiden Studiengängen gibt es eine Vorauswahl, sowie eine Zugangsprüfung. Angehende Medienmanager müssen daher Lebenslauf und schriftliche Ausführungen über ihrer Motivation für das Studium einreichen und eine halbstündige Prüfung, sowie ein persönliches Eignungsgespräch absolvieren. Mediendesigner müssen zudem ihre künstlerisch-kreative Eignung durch Einreichung von mindestens zehn und höchstens 20 Arbeitsproben nachweisen. Erst nach bestandener Zugangsprüfung sind ein offizieller Immatrikulationsantrag und damit das Studium an der hdpk möglich. Anders als bei den ersten beiden Studiengängen unterteilt sich der Zweig Ton- und Musikproduktion, dem Berufsbild entsprechend, in insgesamt acht Module, die aber am Ende genauso mit 180 Credit Points zum gleichwertigen Abschuss (Bachelor of Music) führen. Die Fachspezifischen Module sind Komposition, Instrumentalmusik, Ton, Musikwissenschaft und die Bachelorthesis. Die zusätzlichen Schlüsselqualifikationen sind Management, Medienrecht und –ethik sowie Persönlichkeitstraining.
Der Bachelor of Music (Ton- und Musikproduktion) soll nach abgeschlossenem Studium in der Lage sein, genreübergreifend den Prozess von der Entstehung bis zur fertigen Musikproduktion durchzuführen. Der Schwerpunkt liegt dabei in der künstlerischen Produktion, wobei die Kernkompetenzen in den Bereichen Komposition, Interpretation und der Aufnahmetechnik zu sehen sind. Er soll außerdem in der Lage sein, die Noten für unterschiedliche Besetzungen aufzuschreiben. Neben den produktionstechnischen Fähigkeiten soll der Bachelor of Music am Ende des Studiums auch über umfassende Fertigkeiten als Live- und Studiomusiker auf seinem Hauptinstrument verfügen. Analytisches Gehör wird geschult, Instrumentenkunde und ein ausgeprägtes Gespür für musikalische Interpretationsfragen. Nicht zuletzt soll ihn ein Basiswissen in Musikgeschichte auch zum künstlerischen Leiter einer Produktion befähigen. Ein wichtiger Bestandteil des Studiums ist die Ton- und Aufnahmetechnik, die sowohl theoretisch als auch praktisch vermittelt wird. Das Ziel ist dabei, den Bachelor of Music eben auch zum technischen Leiter bei Aufnahmen auszubilden. Des weiteren gehört der Bereich Musikmanagement mit allen organisatorischen Aufgaben, die ein verantwortlicher Produzent beherrschen sollte, zum breit gefächerten Lehrplan. Rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte einer Musikproduktion und Kenntnisse über Verwertungsmechanismen gehören selbstverständlich auch zu den Inhalten, die ein gut ausgebildeter Musikproduzent wissen sollte und die hdpk von daher vermittelt.
Auch der angehende Bachelor of Music muss sich aber zunächst in einem Auswahlverfahren behaupten. Dafür müssen vorab drei einminütige musikalische Fragmente im mp3-Format eingereicht werden. Wobei es sich um bekannte und von daher vergleichbare Kompositionen handeln muss. Der Lebenslauf und ein Schreiben zu Motivation für das Studium sind auch hier fällig. Sind die eingereichten Arbeitsproben und die Bewerbung überzeugend, muss sich der angehende Student, wie bei den anderen Studiengängen auch, noch einer halbstündigen Prüfung und einem persönlichen Gespräch unterziehen, wobei der künstlerische Eindruck der eingereichten Arbeiten wie beim Studiengang zum Mediendesigner ausschlaggebend ist.
Neben dem Gründungsrektor Prof. Ulrich Wünsch, der derzeit noch an der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef-Bonn als Fachbereichsleiter für den Bereich Event Management zuständig ist, stehen die jeweiligen Gründungsprofessoren für die drei Studiengänge bereits fest. "Allerdings wird vor der Zustimmung des Senats des Landes Berlin verständlicherweise noch nichts öffentlich gemacht", erklärt Geschäftsführer Thoralf Buller. Pof. Wünsch ergänzt aber, um unsere Neugier etwas zu befriedigen: "Es sind dezidierte Kenner und Könner aus den jeweiligen Fachbereichen, die sowohl akademische als auch praktische Erfahrungen mitbringen. Die Forschungsschwerpunkte werden sich durch die Interessen der Professoren und deren Verbindungen zu Organisationen und Verbänden dann mit der Zeit ausdifferenzieren. Ich selbst", fährt Prof. Wünsch fort "werde mich meinem Schwerpunkt, Nachhaltigkeit von Veranstaltungen sowie allgemeinen Kommunikations- und Medientheoretische Ansätzen zu Events widmen."
Bleibt am Ende noch festzuhalten, dass die Bewerbungsverfahren für das Sommer- und Wintersemester 2010 laufen und Interessierte bis zum 15. Februar beziehungsweise 15. August ihre Bewerbungsunterlagen einreichen können. Weitere Informationen und die Kontaktdaten entnehmen Sie der Homepage der Hochschule unter www.hdpk.de. Die ersten Semester der hdpk beginnen dann im April respektive Oktober.



Erfahrung und Improvisationstalent

Professional Audio • Januar 2010
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Gerhard Wölfle ist seit 1989 als freiberuflicher Toningenieur im Bereich Musikproduktion tätig. Nach seinem Abschluss an der School Of Audio Engineering (SAE) war er zunächst zwei Jahre als Assistent in den renommierten Union Studios in München tätig und sammelte dort wertvolle Praxiserfahrungen. Von 1992 bis 2005 arbeitete er im Horus Sound Studio (Hannover), wo Wölfle für etliche Produktionen als Toningenieur verantwortlich war. Auch in anderen Studios in Deutschland und der Schweiz saß er an den Reglern – unter anderem im Peppermint Studios Münster sowie im Waters Edge Studio Schondorf. Seit 2004 leitet Wölfle als "Senior Audio Engineer" die neuen Dorian Gray Studios der Music Support Group in Eichenau bei München. Seit 2008 auch das Dorian Gray Studio Berlin, das er mitkonzipierte und an dessen Bau er maßgeblich beteiligt war. Weitere Information zu Gerhard Wölfle gibt es auf www.gerhard-woelfle.com und www.dorian-graystudios.de.
Gerhard Woelfle hat ein Faible für Analog-Equipment. Er besitzt einige Vintage-Outboardgeräte wie beispielsweise den Audio Design F769X Vocal Stresser, den JoeMeek SC1 Kompressor und sogar eine EMT 140 Hallplatte, Baujahr 1957. Folgerichtig gehören auch einige Vintage-Schallwandler zu seinen Arbeitspferden: "Den Neumann-Klassiker U 47 fet mit Supernieren-Charakteristik setze ich gerne für Gesang und Akustikgitarre ein, das Allroundtalent U 87 mit umschaltbarer Richtcharakteristik nehme ich für alles Mögliche, bevorzugt aber für Gesang, Flügel und als Raummikrofon. Die historischen Neumann-Stäbchen KM 84 und das umschaltbare KM 86 gehören auch zu meinen Lieblingen. Das KM 84 nehme ich gerne als Overhead-Mikrofon, für Streicher und für Akustikgitarre. Das KM 86 kommt ebenfalls als Overhead, aber auch als Raummikrofon oder für die Snare zum Einsatz." Auch Röhren-Mikrofone wie das Kultmikrofon AKG C12, das edle und wegen seiner neun Richtcharakteristiken sehr vielseitige Neumann M 149 und das Brauner-Flaggschiff VM1 gehören zu Wölfles Schätzen: "Das C12 ist wegen seines samtigen Klangs reserviert für Gesang, alternativ nehme ich das VM1, das auch als Raummikrofon eine sehr gute Figur macht. Das M 149 setze ich sehr universell ein, bevorzugt aber für Gesang, Flügel und Räume." Ebenfalls sehr universell setzt Wölfle das AKG C414, das weltweit zur Standard-Ausstattung in den Profi-Studios gehört ein, bevorzugt aber für die Mikrofonierung der Snare, für Bläser oder auch als Overhead-Mikrofon. Apropos Overheads: Dafür darf das bei Profis sehr beliebte AKG C451 nicht fehlen. Das Kleinmembran-Mikrofon des österreichischen Mikrofonspezialisten ist wegen seines brillanten Klangs für Tonschaffende auf der ganzen Welt das Overheadmikrofon schlechthin.
Speziell für die Mikrofonierung des Schlagzeugs vertraut Wölfle gerne auf die bewährten Dienste dynamischer Mikrofone, die sich ebenfalls Klassiker-Status erspielt haben: "Das Sennheiser MD 421 verwende ich gerne zur Mikrofonierung von Toms und allgemein für Perkussions-Instrumente. Es sorgt für einen druckvollen Sound, außerdem ist es von Vorteil, dass das MD 421 die Kompensation des Nahbesprechungseffekts in mehreren Stufen gestattet." Denn speziell bei der Mikrofonierung von Stand- oder Hänge-Toms ist es oft nötig, einen zu hohen Bassanteil bereits am Mikrofon zu bedämpfen. Anderenfalls läuft der Toningenieur Gefahr, dass die Kesselresonanzfrequenz überbetont mit aufgenommen wird. Für die Mikrofonierung der Snare, aber auch allgemein für Percussion greift Wölfle alternativ ebenso gerne zu Shures Dauerbrenner SM 57. Auch in einer anderen Disziplin darf das SM 57 selbstverständlich nicht fehlen: Bei der Mikrofonierung von E-Gitarren-Verstärkern. Es scheint wirklich so, dass es kein Studio der Welt gibt, das beim Aufnehmen von E-Gitarren auf das gute alte SM 57 verzichtet. Ebenfalls von Shure kommt Wölfles Lieblings-Mikrofon für die Mikrofonierung der Bass-Drum, das Beta 91. Das Beta 91, ein Grenzflächen-Kondensatormikrofon mit Halbnieren-Charakteristik das speziell für die Mikrofonierung der Bass-Drum entwickelt wurde, liegt dann in der Trommel und sorgt für einen kraftvollen Tiefbass.
Ausschlaggebend für die Wahl gerade dieser Mikrofone war Wölfles "langjährige Erfahrung und Arbeit in verschiedenen Tonstudios und selbstverständlich viel, viel Hören." Auf die Frage nach seinem bis dato schwierigsten Mikrofonierungs-Job muss Wölfle nicht lange überlegen: "Das waren 5.1-Surround-Aufnahmen nach OCT-(Optimized Cardoid Triangel nach Dr. Günther Theile)Norm. Das Problem: Mir stand kein OCT-Baum, beispielsweise von Schoeps zur Verfügung. Deswegen musst ich improvisieren, die Mikrofone wählte ich aus dem Angebot, dass mir zur Verfügung stand. Ich nahm deswegen drei Neumann U87 für L, C, und R und zwei Neumann KM 184 fürs Ls und Rs. Die Mikrofonabstände habe ich genauestens ausgemessen. Auch wenn mein Verfahren sicherlich nicht ganz normgerecht war, hat es letztlich hervorragend funktioniert."



Selbst ist die Band

Tools4music • Dezember 2009
music support group, dorian gray studios, PMC
Die Schnittmenge aus Marketing und Leidenschaft am Beispiel der Berliner Band "bassa", Teil 1

Seit drei Jahren bin ich mit der Band "bassa" deutschlandweit auf den unterschiedlichsten Bühnen zu Hause. Wir spielen moderne Tangomusik, die von exotischen Rhythmen und Melodien begleitet wird. Eigentlich wollte ich der tools 4 music-Redaktion unser CD-Debüt als Rezension vorschlagen. Daraus entwickelte sich allerdings ein reger Mail-Austausch, an dessen Ende dieser Artikel steht. Es geht um das überleben im Musikbusiness. Um Marketing, Musik und Masochismus und die Freude, die diese Kombination unterschiedlichster Anforderungen bereiten kann.

Im September 2009 erschien unser Debütalbum "Berling Tango" und wurde in Zusammenarbeit mit flowfish.records und Broken Silence europaweit veröffentlicht. Ganz entscheidend waren die Vorbereitungen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Vorbereitung für das Studio
Da alle Bandmitglieder langjährige musikalische Erfahrungen vorweisen und auch bereits bei vielen CD-Produktionen mitgewirkt haben, konnten sich alle mit in die Planung einbringen. Schnell war klar, dass wir nicht irgendwie, irgendwo und mit irgendwem aufnehmen wollten. Ziel der Produktion war es, ein Label zu suchen und die CD mit einem starken Vertieb in den deutschen Handel zu bringen. Ein ehrgeiziges Ziel mit Hürden und Fallstricken auf dem Weg dorthin. Unsere Instrumentierung ist überwiegend durch klassische Instrumente geprägt: Violine, Klarinette, Bassklarinette, Nylon Akustikgitarre und klassische Perkussionsinstrumente wie Tabla, Tombak, Cajon, Riq oder Rahmentrommel, ergänzt durch einen E-Bass.
Versuche, "eben mal" mit ein paar vorhandenen Mikros im Heimstudio eines Freundes den Sound unserer Instrumente aufzunehmen, scheiterten immer an Resultaten, die uns von der Audioqualität her nicht zufrieden stellten. Also sammelten wir Referenzaufnahmen mit ähnlicher Instrumentierung und Besetzung, um klare Vorgaben in der Studiosituation von der gewünschten Qualität machen u können.
Ein halbes Jahr zuvor hatte uns Philipp Winter, seines Zeichens auch als "Umberto Echo" bekannt, über unsere "MySpace"-Seite kontaktiert. Er war in der Vergangenheit unter anderem verantwortlich für die ausgezeichneten Produktionen der Quadro Nuevo Alben "Mocca Flor" und "Tango Bitter Sweet". Da wir von den genannten Produktionen sowohl musikalisch als auch soundtechnisch gesehen sehr angetan waren, nahmen wir Kontakt auf und trafen uns bei der nächsten Gelegenheit in Berlin zu einem Kaffee. Damit wurden entscheidende Weichen gestellt – wir hatten unseren Soundengineer für die Debüt-Produktion gefunden.

Es gab von unserer Seite konkrete Vorstellungen, die das gewünschte Studio im Idealfall vorweisen sollte. Da wir im weitesten Sinne "kammermusikalisch" arbeiten, sollte das Album "live" eingespielt werden. Viele unserer Stücke beinhalten Tempo- und Taktwechsel, die das einspielen ohne Klick zugunsten der gemeinsamen Banddynamik empfehlen. Die Lebendigkeit, die wir durch spontane Dynamikwechsel in Konzerten erreichen, war auch für das Studioalbum gewünscht. Um sich die Option für Overdubs offenzuhalten, sollte allerdings trotz des gemeinsamen Einspielens die vollständige Signaltrennung gewährleistet werden. Das Studio musste also über eine ausreichende Anzahl an Aufnahmeräumen verfügen und diese sollten möglichst auch noch so miteinander verbunden sein, dass ein Bandfeeling möglich wäre. Wir trafen uns für die Besprechung der Details ein weiteres Mal mit unserem Sound-Mann Philipp Winter. Zu besprechen waren Termin, Produktionsablauf, Unterkunft, Mix, Mastering und natürlich, welche Studios in Frage kommen würden. Am Schluss dieser überlegungen stand die Entscheidung, dass wir die Produktion im Studio 3 des Dorian Gray Studios (München) Eichenau aufnehmen würden.

Vor der Produktion
Das Studio wurde nach intensiver Terminabsprache mit allen Teilnehmern gebucht. Der Zeitraum konnte glücklicherweise direkt im Anschluss an unsere zehntägige Süddeutschland Tour gelegt werden. Dies hatte den Vorteil, dass wir bereits gut eingespielt und mit unserem gesamten Equipment in der Region waren. Des Weiteren gab es zwischen den Konzerten genug Zeit, um manche Arrangements für die geplante Studioaufnahme umzugestalten. Zunächst wurden fünf Tage für das Recording eingeplant (eine vorsichtige Schätzung, weil bei der Studioarbeit zahlreiche "Unwägsamkeiten" technischer und musikalischer Art auftauchen können).
Um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, hielten wir uns die Option frei, eventuell ein Vierteljahr später noch weitere Stücke aufzunehmen, um das geplante Album zu komplettieren. Die Aufnahmen sollten nicht in stress ausarten und trotz akribischer Vorbereitungen Raum für änderungen bzw. die Weiterentwicklung der Songs geben.

Tour durch Süddeutschland
Alle organisatorischen Aufgaben, unter die auch das im Allgemeinen nicht allzu beliebte Thema "Booking" fällt, hatten wir zu dem Zeitpunkt der Tourplanung selbst durchgeführt. Meist übernimmt einer aus der Band diese Rolle, bei uns hat isch dieses Thema unsere unermüdliche Klarinettistin angenommen – mit vielen Telefonaten, Mails und Nervenstärke.
Die Tourkosten für die Unterkunft und den Transport der Band, inklusive der Instrumente und der kompletten P.A., mussten in einem überschaubaren Rahmen bleiben, da die Einnahmen in das Studiobudget fließen sollten, also hieß es: Nebenkosten sparen, wo es nur ging. Was den Tourbus betraf, bekamen wir einen "heißen" Tipp, dass jemand regional günstig VW Busse vermieten würde. Also nahmen wir Kontakt auf und konnten auch ein Wochenende vor der Tour bei einem Konzert im Harz den besagten Bus testen, ein gut 25 Jahre alter VW T-2 in Tarnfarbe und mit Gewehrhaltern zwischen den Vordersitzen. Nur den Blick auf die Kosten und nicht auf das Baujahr gerichtet, entschieden wir uns also für den "Bulli" (was sich später als Fehler erweisen sollte). Zumindest lließ sich das gesamte Equipment im Stauraum verpacken und wir starteten die Tour frei nach dem Motto "der rollt und rollt...".
Die erste Etappe war gleich die längste, wir erreichten nach fast 600 Kilometern München. Ziel erreicht, aber trotzdem verloren – der Tourneestart ging einher mit dem Ende des "Bullis". Da standen wir nun mit unserem Equipment mitten in Bayern bei Freising und mussten in gut vier Stunden in Burghausen spielbereit auf der Bühne stehen. Nach zahlreichen Telefonaten bekamen wir als Ersatz einen schönen neuen "Bulli" als Mietwagen. Es ist kein Geheimnis, dass derartige Mietwagen finanziell kein "Schnäppchen" darstellen. Aber unser Verkehrsschutzbrief (unbedingt abschließen bei so einer Tour) sollte uns für die nächsten Tage weiterhelfen und später würden wir sicher noch eine Lösung finden. Die tour gestaltete sich erwartet spannend: Vom Open Air Konzert für ein Wellness-Hotel bis hin zum Friseursalon als Veranstaltungsort konnten die Eindrücke nicht unterschiedlicher ausfallen. Auch die Unterkünfte zeigten sich sehr abwechslungsreich: Eben noch hatten wir die Nacht im Afrikazimmer (mit Whirlpool) im besagten Wellness-Hotel am Starnberger See verbracht, schon ging es weiter zum nächsten Konzert, um die Nacht im Hinterzimmer einer Kneipe verbringen zu dürfen...

Studio
Von der kleinen Tour direkt ins Studio. Noch am Abend luden wir den Bus aus und bezogen unsere Unterkünfte. Der weibliche Teil der Band erhielt das zum Studio gehörige kleine Apartment. Die "Jungs" fanden eine sehr nette Privatunterkunft in München. Wir wurden vom ersten Tag an direkt ins Familienleben integriert und zeigten uns für die nette Gasfreundschaft mit allmorgendlichem frischen Omelette erkenntlich.

Nach einem Tag dringend notwendiger Entspannung fingen wir am ersten Studiotag mit Phillip Winter an, aufzubauen und die Mikrofone einzurichten. Zu dem separat ausgewiesenen Studio-Equipment überraschte uns Phillip mit einem Neumann U-67 fr die Klarinette, abgenommen von oben parallel zu den Tonlöchern und von unten am Schallbecher mit einem Sennheiser MD-441. Demgegenüber kam bei der Gitarre das M/S Verfahren mit einem AKG C-12VR und einem AKG C-414 ULS zum Einsatz – das C-12 fand bei mir persönlich sofort einen neuen Fan. Für die Mikrofonierung der Geige wurde ein Neumann KM-84 als flexibler Partner gewählt.
Sven, unser Perkussionist, bekam auf Grund seiner vielen sehr unterschiedlichen Instrumente eine akustische Sonderbehandlung. Mit zahlreichen Neumann U-87 wurden seine Instrumente umrahmt. Während für die linke (tiefe) Tabla (Bayan) ein U-87 genutzt wurde, fiel die Auswahl für die rechte Tabla (Dayan) auf ein Neumann KM-140. Zusätzlich wurden die Tablas noch mit zwei U-87 im M/S Verfahren "eingefangen". Das KM-140 verwendeten wir auch für die Front des Cajons und zudem für ergänzende Perkussion. Ganz ohne Mikrofone kam der E-Bass aus, stattdessen ging das Signal direkt über einen Avalon VT-737sp Preamp zur Recording-Zentrale. Zur Verwendung kamen zudem Preamps von Drawmer, TL Audio und Avalon für die Mikrofone, um die Verbindung zum ProTools HD-3 zu ermöglichen. Das Studio ist so aufgebaut, dass die vier Aufnahmeräume direkt um den Regieraum herum angrenzen und optisch durch Fenster verbunden sind. Da ich als E-Bassist bei der Aufnahme problemlos in der Regie sitzen konnte, hatte also jedes Bandmitglied seinen eigenen Aufnahmeraum. Eingespielt wurde mit der kompletten Band, jeder Song mehrfach.
Später trafen wir uns in der Regie, um den besten Take auszuwählen. Kriterien zur endgültigen Auswahl waren Tempo, Dynamik und natürlich die Güte der instrumentalen Darbietung. Nachdem wir uns einigen konnten oder uns Philipp eine endgültige Entscheidungshilfe gab, fingen wir an, kleinere Ausbesserungen vorzunehmen. Hier konnte jeder selbst entscheiden, inwieweit er seine Einspielung noch korrigieren wollte oder er noch etwas hinzuzufügen hatte. Während dieser Zeit hatte der verbleibende Rest der Band eine Pause oder bereitete sich auf das folgende Stück vor. Nach einem ausgefüllten acht bis zehn Stunden dauernden Studiotag war meist unsere Energie am Ende und wir beendeten den Tag mit einem Essen vom Lieferservice.

Entgegen unseren Erwartungen konnten wir mit dieser Vorgehensweise alle zehn songs, die wir uns vorgenommen höatten, im festgelegten Zeitrahmen fertig produzieren. Natürlich hatten wir uns an dem einen oder anderen Song auch mal festgebissen, aber dafür gingen andere Stücke leichter von der hand. Mit gemischten Gefühlen machten wir uns in einem neu gemieteten (und technisch zuverlässigen) Bus auf die Heimreise und waren gespannt, wie die Aufnahmen im Mix reifen würden.

Im Teil 2 dieser Bestandsaufnahme geht es um Themen wie "Mastering", "Labelsuche" und die "Live-Umsetzung" des Repertoires der Berliner Band.

Alexander Semrow



Beruf Fotograf: Wege in die Fotografie

DigitalPHOTO • 11/2009
music support group, dorian gray studios, PMC
Die Fotoakademie
Wer die Fotografie zum Beruf machen möchte, kann zwischen mehreren Möglichkeiten wählen: Ausbildung, Akademie oder Studium. Wir stellen Menschen vor, die unterschiedliche Wege gewählt haben. In dieser Ausgabe: Jennifer Weyhofen. Sie ist Studentin an einer privaten Fotoakademie.

Das alte Backsteingebäude steht auf einem ehemaligen Industriegelände im Nordosten von Köln. Im Innern sind moderne Seminarräume untergebracht. Eine breite Stahltreppe führt ins obere Stockwerk. Dort lehnt Jennifer Weyhofen an der Tür u dem kleinen Fotostudio der Akademie Deutsche Pop. Hier studiert die 22-Jährig seit anderthalb Jahren Fotodesign und steht nun kurz vor ihrer Abschlussprüfung. Sie ist froh, dass sie sich als Fotografin an der "Akademie der Musik- und Medienbranche" nicht mit Passbildern und Hochzeitsfotos beschäftigen muss. Denn das liege ihr überhaupt nicht, sagt sie lachend. Die freie Arbeitsatmosphäre an der Akademie biete ihr die Möglichkeit, ihren eigenen Stil weiterzuentwickeln. "Ich mag es eher ein wenig trashig." Die Akademiestudentin arbeitet gerne mit reduziertem Equipment, holt sich am liebsten außergewöhnliche Menschen vor die Kamera. Ihrer Ausdrucksform bleibt sie an der Akademie treu – auch wenn hier regelmäßig professionelle Studioarbeit geübt wird.
Die Deutsche Pop ist eine von zahlreichen Akademien in Deutschland, die das Fotohandwerk lehren. Sie nehmen eine Mittelfunktion wischen Berufsausbildung und Hochschulstudium ein. Die Bandbreite zwischen den Angeboten ist allerdings groß, die Aufnahmekriterien und Lehrinhalte variieren stark. Während die Akademie Deutsche Pop zu den jüngeren Einrichtungen zählt, kann der renommierte Lette-Verein in Berlin auf eine lange Tradition zurückblicken. Wer dort eine Ausbildung beginnen will, muss ähnlich wie an einer Hochschule ein strenges Auswahlverfahren durchlaufen. "Jeder Bewerber muss eine Mappe mit fünf Themen einreichen, von denen wir vier vorgeben", sagt Frank Schumacher, der die Foto-Sparte der Lette-Berufsfachschule leitet.

Kreative Ideen gesucht
Etwa 300 Mappen werden jährlich eingesendet und von drei Dozenten begutachtet. 60 Bewerber werden zur Aufnahmeprüfung zugelassen, von denen am Ende 28 aufgenommen werden. "Wir suchen das kreative Potential bei den Bewerbern", so Schumacher. "Technisch perfekt müssen sie gar nicht sein, denn die Technik lernen sie ja bei uns." Die fundierte Ausbildung am Lette-Verein dauert dreieinhalb Jahre und ist vergleichbar mit einem Bachelor-Studiengang, allerdings ist für die Zulassung kein Abitur notwendig. Wer die Lette-Schule erfolgreich beendet, darf sich anschließend "staatlich geprüfter Fotodesigner" nennen.
Jennifer Weyhofen bekommt ein "Diplom" als Fotodesignerin. Als private Akademie vergibt die Deutsche Pop aber kein staatlich anerkanntes Diplom, das sie später dazu berechtigt, die Abkürzung "Dipl." im Namen zu führen. Für Jennifer Weyhofen spielt das keine Rolle. "Das Wichtige ist, dass ich hier etwas lerne", sagt sie. Welcher Begriff auf dem Ausbildungszeugnis steht, sei da nicht entscheidend. In Deutschland bieten viele Akademien eine Ausbildung zum Fotodesigner an. Im Gegensatz um Diplom ist die Berufsbezeichnung "Fotodesigner" gesetzlich nicht geschützt. Was sich hinter der Ausbildung verbirgt, ist daher nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Interessenten sind also gut beraten, die Ausbildungsinhalte an ihrer Wunschakademie mit anderen Anbietern zu vergleichen und zu prüfen, ob sie tatsächlich ihren Vorstellungen entsprechen. Einen gewissen Standard bieten die Einrichtungen, die einen staatlich anerkannten Abschluss vergeben: Neben der Berufsfachschule des Lette-Vereins sind das die Berufsfachschule Lazi-Akademie in Esslingen und die Landesberufsschule Photo+Medien in Kiel.

Monatliches Schulgeld
Ob sich durch eine Anerkennung des Staates die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern, ist allerdings nicht gesagt. Auch Privatschulen wie die Ostkreuzschule in Berlin und die Freie Akademie der bildenden Künste in Essen genießen einen guten Ruf. Dennoch sind nicht alle Akademiestudenten berechtigt, während der Ausbildung staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu beziehen. Dabei könnten sie die finanzielle Hilfe gut gebrauchen, denn pro Monat wird an der Fotoakademie Schulgeld in Höhe von 200 bis 500 Euro fällig.
Die knapp 300 Euro an der Akademie Deutsche Pop verdient sich Jennifer Weyhofen durch einen Nebenjob. Da der Unterricht nur einmal in der Woche stattfindet, kann sie Ausbildung und Geldverdienen gut verbinden. Zwischen den Unterrichtseinheiten gibt es Hausaufgaben, welche zwar besprochen, aber nicht benotet werden. Das soll die Studenten dazu motivieren, Neues auszuprobieren und auch mal eine misslungene Aufnahme zu riskieren. In den anderthalb Jahren der Ausbildung werden sämtliche Themengebiete behandelt, die für einen erfolgreichen Berufseinstieg wichtig sind: vom technischen Aufbau einer Digitalkamera über das Arbeiten im Studio bis zur Vorbereitung und Durchführung eines Fotoauftrags. "Der große Vorteil einer Privatschule ist der persönliche Kontakt zu den Lehrenden", meint Jennifer Weyhofen.
Ergänzend zur Ausbildung vermittelt die Akademie Kontakte und Praktika bei großen Medienunternehmen. Auf diesem Weg erhielt Jennifer vor kurzem einen Auftrag von RTL und sammelte erste Praxiserfahrung bei der Musiksendung "The Dome". Auch wenn solche Jobs generell unbezahlt sind, nimmt die junge Fotografin Übungsaufträge gerne an und freut sich schon auf die nächste Referenz.

Matthias Glatthorn



MSG an Hochschule der populären Künste beteiligt

musikmarkt • Oktober 2009
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Im Sommersemester 2010 startet die Hochschule der populären Künste in Berlin mit drei Bachelor-Studiengängen. An der neuen FH ist unter anderem auch die Music Support Group beteiligt, unter deren Dach die Akademie Deutsche Pop angesiedelt ist. Im Sommersemester 2010 startet die Hochschule der populären Künste in Berlin mit drei Bachelor-Studiengängen. An der neuen FH ist unter anderem auch die Music Support Group beteiligt, unter deren Dach die Akademie Deutsche Pop angesiedelt ist.
Interessierte haben an der FH die Wahl zwischen den beiden BA-Angeboten mediendesign und Medienmanagement sowie einem Bachelor of Music in Ton- und Musikproduktion.
Wer sich jetzt bei der Deutschen Pop für eine Fortbildung anmelden will, hat im Januar 2010 die Möglichkeit mit den Kursen anzufangen. Unter anderem gibt es die Angebote Eventmanager, Eventmarketing-Manager, Musikmanager, Musik- marketing-Manager, PR-/Kommunikationsmanager, sowie Marketingmanager. Der Trend gehe dahin, sich "breit aufzustellen", so Akademieleiter Christian Woelki. Denn: "Gerade in der Krise ist mehr als ein Standbein wichtig." Neben der Zentrale in Eichenau hat die Deutsche Pop derzeit Standorte in Hamburg, Berlin, Köln und München.



Kaderschmiede für Popstars und Produzenten

Hamburger Abendblatt • 12./13. September 2009
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Die Akademie "Deutsche Pop" macht Künstler fit für die Karriere im Rampenlicht und hinter den Kulissen.

"Overdubbing", "Backgroundgesang" und "Aufnahmesituationen" – das steht bald bei Saara Mussbach auf dem Stundenplan. Im Oktober beginnen für sie die ersten Kurse an der Hamburger Popakademie "Deutsche Pop" in Barmbek-Süd und bildet Sänger und Instrumentalisten aus. Saara hat sich nach einem Besuch des Infotags für die Ausbildung zum "Livemusiker" und "Studiomusiker " entschieden. Dabei kommt ihr die flexible Zeiteinteilung, die der modulare Studienaufbau erlaubt, sehr entgegen. Denn die 23-Jährige studiert bereits Historische Musikwissenschaften an der Universität Hamburg und steuert auf ihren Bachelor zu.
Schon jetzt singt, komponiert und textet sie in Deutsch und Englisch – und das erfolgreich. "Ich habe einen Verlags-Vertrag in London, das heißt ich schreibe Songs, die kann an verschiedene Labels verkauft werden." Außerdem spielt sie Klavier, Gitarre, Geige und Schlagzeug. "So kann ich die meisten Songs im Studio alleine einspielen. Wurde früher viel live eingespielt, ist das heute nicht mehr der Fall." Die junge Musikerin schrecken weder Konkurrenzdruck noch die allgegenwärtige finanzielle Unsicherheit. "Natürlich glaube ich an mich, allerdings ist mir auch klar, dass ich Geld zum Leben brauche." Und da sie keine reichen Eltern in der Hinterhand habe, sei "nebenher Geld verdienen" nichts Neues für sie.
"Zurzeit habe ich gleich eine ganze Reihe Brot-und-Butter-Jobs parallel, von Barkeeperin bis Haarmodell." Auch von den Qualitäten, die einen Musiker – abgesehen vom Talent – auszeichnen, hat Mussbach klare Vorstellung: "Man muss ehrgeizig sein, aber auch team- und kritikfähig, muss selbstbewusst, aber nicht egomanisch sein", sagt sie. Darüber hinaus sei Flexibilität wichtig. "Wer einmal mit einem Song erfolgreich war, gerät in Gefahr auch den zweiten und dritten in ähnlicher Manier zu schreiben. Aber die Geschmäcker ändern sich, entsprechend wandlungsfähig muss man sein." Und noch eines ist wichtig, für den erfolgreichen Sprung ins Rampenlicht:
Ein Quäntchen Glück. Ohne das geht es nicht, weiß Patrick Wintter, Standortleiter Hamburg der Deutschen POP. "Wir können niemandem versprechen, ihn oder sie zum Popstar zu machen. Der Markt funktioniert nach Regeln und die vermitteln wir. Wir versetzen unsere Studenten in die Position, professionell zu agieren. Doch um einen Hit zu landen, ist immer auch eine Portion Glück nötig." Die wird auch Lilia Hellermund gebrauchen können. Sie war unter den ersten, die einen Platz an der "Deutsche Pop" ergatterten, als die im April ihre Tore in Hamburg öffnete. Inzwischen hat Lilia ihre Zwischenprüfung in den Modulen "Musikassistent" und "Tonassistenten" bestanden und ist ihrem Ziel Musikproduzentin zu werden einen Schritt näher gekommen. Für das "Deutsche Pop-Diplom" muss sie sechs Module erfolgreich durchlaufen. Musikarrangeur und Tontechniker hat sie als nächstes belegt.
Besonders schätzt die 28-Jahrige die Hilfestellung der Dozenten. "Wir dürfen die Studios auch privat nutzen und die Dozenten stehen uns zur Seite. Ganz nebenbei baut sich so gleich ein berufliches Netzwerk auf."

Yvonne Scheller



Neuer Standort, neue Felder

Musikwoche • 7. August 2009
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Eichenau. Nach den Niederlassungen in Köln, München, Berlin und der Zentrale in Eichenau baut die music support group (msg) derzeit die neue Dependance in Hamburg aus. Wie an den anderen Standorten bietet die msg Produktionsräume nach dem Standard der Dorian-Gray-Studios und dazu das komplette Serviceportfolio. Schon seit April dieses Jahres arbeitet die Akademie Deutsche POP in Hamburg. Bis zur offiziellen Eröffnung des gesamten Komplexes im Oktober rechnen die Betreiber mit weit über 120 Anmeldungen. In der Raum-im-Raum-Konstruktion steht den Studenten ein Tonstudio mit angeschlossenem Aufnahmeraum und einem Mikrofon-Park zur Verfügung. Auch sonst ist das Konzept für den neuen Standort mit den bereits bestehenden vier Filialen vergleichbar. Insgesamt 900 Quadratmeter verteilen sich auf drei Stockwerke; Tonstudios, ein Foto- und Filmstudio, ein Radiostudio und auch eine Cafelounge werden wieder mit dabei sein. Zusätzliche Flächen lassen sich auf dem Grundstück noch nutzen, denn die Baureserven sind noch nicht ausgeschöpft. Das Mischkonzept von Geschäftsführer Rüdiger J. Veith und die Investitionen in neue Häuser haben sich bewährt. Unter dem Dach der Tonstudios finden unter anderem Musikverlag, Marketingagentur, Presswerk und Akademie Platz. "Wir merken die Krise zwar", erklärt Rüdiger J. Veith, "aber nicht im Umsatz, sondern eher bei der Zahlungsfähigkeit der Kunden". Seit Sommer 2008 hatten die Zahlungsprobleme vieler Firmen das Gesamtbild der Musik- und Medienbranche verändert. Wegen dieser veränderten Lage habe msg bereits seit 2008 umstrukturiert. "Wir haben ein professionelles Controlling mit Forderungs- und Qualitätsmanagement eingesetzt, unsere IT komplett ausgebaut und den Fokus auf unsere Kompetenzen gerichtet."

Sarah Soffner



Dorian Gray Studios feiern 20-jähriges Bestehen

Süddeutsche Zeitung • 27. Juli 2009
music support group, dorian gray studios, PMC
Musik-Machinerie trotzt der Krise

In Eichenau sind mittlerweile mehr als 1200 Alben produziert worden

Das einzig Erstaunliche ist erst einmal die Ruhe. Im Aufnahmeraum bereitet sich Reggae-Sängerin Sara Lugo mit ihrer Band auf die finalen Aufnahmen ihres neuen Albums vor. Congas werden gestimmt, Melodien gesummt, Instrumente von einem Eck ins andere getragen, zufällig ins Zimmer kommende Besucher neugierig gefragt, ob sie auch in der Band mitspielen. Kurz: Chaos, Betriebsamkeit, Nervosität–nur: Man hört im Regieraum nebenan nichts. Keinen Laut.

Kein Getöse – das passt ganz gut zu den Dorian Gray Studios in Eichenau. Vor 20 Jahren hat es Rüdiger Veith, Chef der mittlerweile deutschlandweit agierenden Music Support Group, gegründet. 20Jahre. Ein Jubiläum. Anlass für eine große Sause – aber verkündet wird das Ganze kleingedruckt auf der Internetseite der Firma, verbunden mit dem Hinweis auf einen Geburtstagsrabatt: 19,89 Prozent.

Im Juni 1989 hat alles angefangen. Zu dieser Zeit lebte Rüdiger Veith noch den Traum, Rockstar zu werden. "Recht erfolgreich" sei er damals als Gitarrist gewesen, sagt er heute bescheiden: mit seiner Band Dorian Gray, aber auch als Studiomusiker. Hier im Eichenauer Gewerbegebiet ist der Proberaum der Band gewesen, hier sind erste Tonaufnahmen für die eigene Combo gemacht worden. So etwas spricht sich herum in der Musikszene: Befreundete Bands wollen auch Aufnahmen, die Einnahmen werden in besseres Equipment gesteckt – und je besser die Ausstattung, desto bekannter die Bands, die seit dem in Eichenau im Tonstudio aufnehmen. Mehr als 1200 Produktionen in 20Jahren. Man trifft hier junge Schülerbands genauso wie Profimusiker, mal Combos wie The Style O’ Phones, mal Konstantin Wecker, mal Punkrock mit Pardon Ms. Arden, mal Reggae mit Jamaram. Mal Musik für die Krautschädl, mal den offiziellen Millenium-Song für das Königreich Tonga. Und – seit dem Neubau 2004 – verstärkt auch Filmmusik: mal Tatort, mal Hollywood ("Finding Forrester", "2046").

Das neu erbaute Studio erklärt auch die Stille. Stichwort: Raum-in-Raum-Konstruktion. Das bedeutet, dass Aufnahme- und Regieraum keine wirkliche Verbindung miteinander haben und selbst die Scheibe zwischen den beiden Räumen dreifach verglast ist. Klangliches Raumkonzept trifft im neuen Studiokomplex auf hochwertige Aufnahmetechnik, der nach eigenen Angaben "technisch wie akustisch zu den modernsten in Europa zählt": Für die dafür notwendigen Investitionen hätte man sich auch eine kleine Villa in Starnberg leisten können.

Aber das entspräche ja nicht der Firmenphilosophie. Investiert wird nur in weitere Produkte – und in Immobilien, die man für zusätzliche Standorte gebrauchen kann: München, Köln, Hamburg, Berlin. Neben dem Tonstudio hat Rüdiger Veith eine gut geölte Musik-Maschinerie aufgebaut:

Presswerk, Grafik- und Mediendesign, Musik- und Medienmagazin – und die "Deutsche Pop", eine Akademie der Musik- und Medienbranche, in der man gegen Studiengebühr alles lernen kann, was man in den einzelnen Bereichen der Music Support Group auch anwenden und somit in der Praxis lernen kann. Das hält die Maschinerie im Laufen, selbst in Krisenzeiten.

Natürlich, die Auslastung im Tonstudio sei im ersten Halbjahr rückläufig, sagt Studiochef Gerhard Wölfle – gerade die großen Firmen hätten sehr abwartend reagiert und Produktionen nach hinten geschoben, weswegen nun im zweiten Halbjahr kaum ein Produktionstag mehr frei sei, so Wölfle. Natürlich, auch zahlungsunfähige Kunden seien in diesen Zeiten schon mal ein Problem, sagt Rüdiger Veith. Aber: Die Kreativbranche könne am besten mit der schlechten Situation umgehen. "Ich war als Musiker nie so kreativ, wie ich es heute bin", gibt Rüdiger Veith zu.

Das zeigt sich auch in den Firmenzahlen. Die Welt kriselt, die Music Support Group legt zu. 2007 gab es ein Umsatzplus von 33 Prozent, 2008 lag die Steigerung bei 46Prozent, in diesem Jahr wird sie wohl bei 15 Prozent liegen. Das verdiente Geld wird wieder in neue Geschäftsfelder investiert: Ein Web-Radio ist angedacht, ein Fernsehsender, eine eigene Hochschule soll zur Zulassung gebracht werden. Auch weitere Standorte sollen folgen: In London. In Wien. Vermutlich still und leise.

Michael Bremmer



Der Medienstandort wächst

Berliner Woche • 8. Juli 2009
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Deutsche Pop gründet an der Otto-Suhr-Allee eine Hochschule

Charlottenburg. Die Music Support Group ist eines der führenden Unternehmen in der Musik- und Medienindustrie. Zu ihren weltweit 40 000 Kunden gehören namhafte Produzenten, Regisseure, Musikgruppen sowie Medienproduktions- und Vertriebsunternehmen, Fernsehanstalten und Industriekonzerne.

In Berlin ist sie schon längere Zeit unter anderem mit der von ihr produzierten Eröffnungsfanfare der Berlinale präsent. Physisch präsent ist sie hier seit 2007. Im Hinterhaus der Otto-Suhr-Allee 24 hat sie ihre Ausbildungseinrichtung Akademie Deutsche Pop, die zunehmend auch zu einem Produktionsstandort wird, eröffnet. Nach München und Köln sowie vor Hamburg war Berlin der dritte Außenstandort des in Eichenau beheimateten Unternehmens. Der Größe nach übertrifft er die anderen Standorte.
Christian Woelki, der 30-jährige Leiter des Berliner Standorts, erläutert, dass die Deutsche Pop rechtzeitig den nach Berlin strebenden Plattenfirmen gefolgt ist. Statt Media Spree wurde jedoch Charlottenburg gewählt, weil hier eine hohe Dichte von Universitäten und Hochschulen besteht, mit denen die Akademie im Rahmen des von der Wirtschaftsförderung des Bezirks forcierten integrativen Modells eines Wissenschaftsstandortes kooperieren möchte. "Es besteht die feste Absicht", sagt Christian Woelki gegenüber der Berliner Woche, "im nächsten Jahr hier eine Hochschule zu etablieren, die die Absolventen zum Bachelor führt". Bereits jetzt wurde erheblich in die drei Tonstudios sowie Film- und Fotoateliers investiert. Rund 60 Arbeitsplätze sind entstanden.

Viele Berufe erlernbar

Der Ausbildungszweig der Deutschen Pop hat sich schrittweise entwickelt. Zunächst wurden rein praxisorientiert die eigenen Mitarbeiter qualifiziert. Zunehmend sind dann Partnerfirmen an das Unternehmen mit der Bitte herangetreten, auch ihre Mitarbeiter zu qualifizieren. Daraus hat sich eine private Werksakademie entwickelt, die die Anfänge der Ausbildung auf den Gebieten der Tontechnik, Management und Musikproduktion hinter sich gelassen hat. Mittlerweile kann man hier jeden Medienberuf erlernen – vom Filmkomponisten über den Eventmanager, vom Kameramann bis zum Redakteur. Die Akademie gibt es erst seit 2005. Die früheren Qualifizierungen mitgerechnet haben über 1000 Absolventen, die heute bei Produzenten hinter den Kulissen des Showgeschäfts arbeiten, die Akademie verlassen. Bald wird aber auch von den Absolventen viel zuhören und zu sehen sein, wenn die ersten Musiker und Designer die Akademie verlassen. Die Akademie lädt regelmäßig zu Tagen der offenen Tür ein.



Deutsche Pop eröffnet Standort in Hamburg

Musikmarkt • Ausgabe 7/2009
music support group, dorian gray studios, PMC
Die Deutsche Pop, Teil der Music Support Group, startet ab April mit ihren Kursen am neuen Standort in Hamburg. Bereits am 31. Januar hatte sich die Ausbildungseinrichtung dort am Tag der offenen Tür präsentiert - mit ,,der größten Nachfrage, die wir jemals hatten", wie Geschäftsführer Rüdiger J. Veith sagt. Neu sind außerdem 22 zusätzliche Kurse wie etwa Musikmarketing-Manager, Eventmarketing-Manager oder Künstlerischer Produzent.

Rabatt für Frühbucher

Wer sich noch bis zum 30. Juni für eines der Angebote einträgt, erhält zehn Prozent Rabatt. In vielen Fällen bleibt die Wahl zwischen Teilzeit-, Kompakt- und Vollzeitstudium. Insgesamt bietet die Akademie nun Ausbildungen für 40 Berufsbilder an - zuvor waren es lediglich 17 gewesen. Die Kurse starten viermal im Jahr, jeweils zu Quartalsbeginn, um einen flexiblen Einstieg zu ermöglichen. Teilzeitkurse dauern je ein halbes Jahr, wobei sich einzelne Module zu Ausbildungsgängen kombinieren lassen. Am Ende jedes Kurses absolvieren die Teilnehmer als Arbeitsprobe und Referenz ein Praxisprojekt. Dabei richten sich die Kurse auch an Interessierte mit kleinem Geldbeutel. So ist Veith davon überzeugt, dass es mit dem neuen Bildungsfinanzierungs-Angebot, das eine Monatsgebühr von 99 Euro vorsieht, "wirklich für jeden machbar" ist einen Kurs zu buchen. In Kooperation mit der School Of Entertainment & Technology (SET) präsentiert die Deutsche Pop außerdem einjährige Zertifikatskurse wie etwa "Musik- und Kulturmanager/ -in (FH)": die auch ohne Abitur gewählt werden können. Das Ausbildungskonzept sieht hier eine Kombination von Online-Campus mit Präsenzphasen vor. Aber auch Bachelor- und Master-Abschlüsse sind im Angebot. So ermöglicht die Kooperation mit der SET unter anderem den Bachelor- Studiengang "Musik- und Kulturmanagement". Wer von zu Hause aus studieren will, kann auf sechsmonatige virtuelle "my-Kurse" zurückgreifen. Gerade weil die Branche "ganz viele Bereiche" umfasse, sieht Veith großen Orientierungsbedarf, dem die Deutsche Pop nachkomme. Die beruflichen Perspektiven schätzt er positiv ein: Im Live-Bereich und mit Merchandising könne man "richtig Geld verdienen" und auch Verlagsarbeit sei rentabel. Da ist es nur folgerichtig, dass man bei der Deutschen Pop über eine weitere Ausweitung des Standort-Netzes nachdenkt.



Digital Production

Digital Production, Sonderheft • März 2009
music support group, dorian gray studios, PMC
Die Akademie Deutsche POP bietet eine Vielzahl an Aus- und Fortbildungen in den Bereichen Musik, Ton, Management, Design, Bild und Kommunikation an, wie zum Beispiel Tonmeister/in, Beatproduzent/in, Interactive Designer/in oder Webdesigner/in. Die Ausbildungsgänge sind an Berufsbildern aus der Branche orientiert und vermitteln das nötige Handwerkszeug, um im jeweiligen Bereich kreativ und wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten.

Mittlerweile verfügt die Akademie über Standorte in Berlin, Hamburg, Köln und München. Die Kurse werden oft auch zur beruflichen Fort- beziehungsweise Weiterbildung genutzt. Daher sind die Präsenszeiten flexibel belegbar.

Flexibel und praxisnah

Großen Wert legt die Akademie Deutsche POP auf Praxis. "Durch Learning by Doing lernt man am besten für den späteren Berufsalltag", so Akademieleiter Christian Einsiedel. Die Kursmodule umfassen in der Regel vier Unterrichtsstunden pro Woche. Dazu kommen Tutorien, Lern- und Übungszeiten sowie Praxisprojekte. Der durchschnittliche Zeitaufwand beträgt somit circa 20 Stunden pro Woche und Kurs. Die zeitliche Planung lässt sich relativ flexibel gestalten, da die meisten Ausbildungsgänge in Voll- und Teilzeit absolviert werden können. Die Kurse starten viermal im Jahr (Januar, April, Juli und Oktober), um je nach persönlicher Situation auch einen flexiblen Einstieg zu ermöglichen.

Professioneller Rahmen

Die Deutsche-POP-Schulungsräume sind mit modernem Equipment ausgestattet: Apple iMacs, Audiosoftware unter anderem von Apple (Logic), Ableton (Live) und Digidesign. Als Bildbearbeitung kommt unter anderem die Adobe Creative Suite zum Einsatz, für den Videoschnitt beispielsweise Final Cut Express. Alle Standorte zeichnen sich durch eine besonders atmosphärische und komfortable Einrichtung aus. Im Gegensatz zu anderen, reinen Ausbildungsinstitutionen, ist die Akademie eng mit dem Musik- und Medienproduktionsbetrieb music support group (msg) verbunden, dem Unternehmen, das hinter der Akademie steht und das viele Leistungen und Produkte rund um Musik und Medien aus einer Hand anbietet: von der Tonstudioaufnahme bis zur fertigen CD. Außerdem betreibt die msg einen eigenen Webradiosender und bringt regelmäßig das Karrieremagazin "music supporter" heraus.

Fülle an Zusatzqualifikationen

Daneben bietet die Akademie Deutsche POP Zusatzqualifikationen in Kooperation mit Apple, der IHK-Akademie München-Westerham und der SET (School of Entertainment and Technology) an:

Apple-Zertifikate für Logic Pro und Final Cut Pro
Die Akademie Deutsche POP ist eines der wenigen von Apple anerkannten Trainingszentren (AATCE) in Deutschland und bietet einen Zeitgemäß Lernen mit moderner Ausrüstung macht Spaß und qualifiziert Zertifikatskurs zur Musiksoftware "Logic Pro 8" an. Ein Zertifikatskurs für die Schnittsoftware Apple Final Cut Pro ist ebenfalls in Vorbereitung. Nächste Termine: 25. und 26. April 2009 sowie 9. und 10. Mai 2009.

Zertifikat Audiofachkraft (IHK) für Musikproduktion, Radio und Fernsehen
Durch Kombination des Deutsche-POP-Kursmoduls "Technische/r Tonmeister/in" mit IHK-Seminaren zu Business- und Management-Themen vermittelt das Praxistraining aktuelles branchenspezifisches Know-how und bereitet die Teilnehmer gezielt auf die Anforderungen des Marktes vor. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Absolventen ein IHK-Zertifikat "Audiofachkraft (IHK)".

Zertifikatskurse (FH), Bachelor- und Master-Studiengänge, virtuelle Kurse
Seit dem Jahr 2009 kooperiert die Akademie Deutsche POP mit der SET (School of Entertainment and Technology) im Bereich virtueller und semi-virtueller Studien- und Fortbildungsprogramme. Das Ausbildungskonzept basiert auf der Kombination von Studium mit betreuter Lernplattform sowie intensiven Präsenzphasen. Ein Online Campus dient hierbei als Kommunikationsplattform und bietet außer E-Learning, Lehrvideos und Dateien zum Download auch einen Chat für Studenten und Dozenten.

Michael Krimmer



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